fachzeitschrift für dings und gegen kaffeetalismus

2007-01-21

presseschau 01/07

So wird der Spiegel morgen aufmachen:



Und dank Internet kann man auf der Homepage auch schon einen kleinen Einblick bekommen.
So hat man auch in der Spiegel-Redaktion jetzt anscheinend schon mitbekommen, dass ein Nationalstaat "kein natürliches Ergebnis der Zeitläufe" ist. Dabei dachten hier doch immer alle, dass Deutschland mitsamt seiner Geschichte von Mutter Natur vorbestimmt ist... weshalb es den GröFaZ ja auch nie erwischt hat bei den Attentaten.
Richtig gruselig wird es aber, wenn vom "wechselvollen Werdegang der Nation mit seinen Verirrungen und Glanztaten" die Rede ist. So hat man sich wohl wie ein kleines Kind im Labyrinth in die Koordination der Shoa "verirrt"?
Am 20. Januar 1942 fand die Wannseekonferenz statt, die durchaus paradigmatisch für die Organisiertheit des deutschen Vernichtungsprogramms steht. Kein Grund für den Spiegel, nicht ausgerechnet zwei Tage nach dem 65. Jahrestag dieser Konferenz von "Verirrungen" in der deutschen Geschichte zu schreiben.
Und nicht zu vergessen: Wer sich verirrt hat, der hat Schweres durch und ist zu bemitleiden, oder?