fachzeitschrift für dings und gegen kaffeetalismus

2006-04-28

+++antipla-newsticker+++

Action speaks louder than words! Im Vorfeld der anstehenden Auseinandersetzung zwischen den Plagwitzer Aggressoren und Connewitzer Freiheitskämpfern fand eine antiplagwitzistische Aneignungsaktion statt. Der verfolgerrevolver dokumentiert das anonym zugesandte Bekennerschreiben:

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Soeben hat eine speziell ausgebildete, todesmutige Guerillaeinheit der [Z.A.H.M.] einen nicht geringen Teil des plagwitzer Biowaffenarsenals von deren Lieferanten entwendet. Nur Sekunden vor dem Eintreffen des Plagwitzer Kuriers konnte die hochexplosive Mischung sichergestellt und in antiplagwitzistischen Gewahrsam genommen werden. Selbstverständlich werden wir morgen von dem Material gewissenlosen Gebrauch machen, um damit die freie Welt vor dem weststädtischen Überfall zu verteidigen.
Plagwitz wird die Kampfstoffe zurückbekommen. Stück für Stück...
Nie wieder Plagwitz!

[Z.A.H.M.] - ZENTRUM ANTIPLA HEISST MILITANZ
Kommando Fallobst
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presseschau 02/06

Heute aktuelles Thema in der Systempresse:

Was da in der Redaktion schiefgelaufen ist, weiss keiner. Korrekterweise muss die Meldung im Hinblick auf Samstag natürlich so aussehen:


Und ausserdem: KonsumKonsumKonsum! Heute neue Titanic klauen kaufen!

2006-04-24

held der woche 16/06

Nachträglich: ShimlOne aus BremOst.
Live leider ohne Humana-Lederjacke, dafür aber auch mit Eisenbahnstrasse-Frisur.


"Ich geh ins Bett wenn das Früstücksfernsehn anfängt/zech mich tot und benehme mich wie Punkbands"

2006-04-22

AntiPla, übernehmen Sie!


Leipzig (dpa). Wie aus gut unterrichteten Kreisen berichtet wird, planen die Plagwitzer Barbarenclans einen heimtückischen Überfall auf das friedliche Familien- und Villenviertel Connewitz. Nach den bisherigen Informationen könnte der Angriff am nächsten Samstag erfolgen und es ist zu erwarten, dass die rückständigen Halbwilden dabei wieder gegen die Genfer Konventionen verstossen werden, da sie es inzwischen - trotz des insgesamt niedrigen Bildungsstandes - geschafft haben, Biowaffen zu entwickeln und diese natürlich rücksichtslos nicht nur gegen Kombattanten, sondern vor allem auch gegen die friedliebende Connewitzer Zivilbevölkerung einsetzen werden.
Unklar ist hingegen der Hintergrund des bevorstehenden Angriffs. Ob es nur darum geht, vom Plagwitzer Faschoproblem abzulenken, oder ob damit eine Landverbindung zum Zoro abgesichert werden soll (La-Zy-Dog-Pfad), konnten die geheimdienstlichen Ermittlungen noch nicht endgültig klären. Auch die Fingerabdruckanalyse der in Connewitz aufgetauchten dumm-dreisten Propagandaplakate, auf denen Connewitz mit - den vom Plagwitzer Lumpenproletariat so gern geschnorrten - Zigaretten gleichgesetzt wird, brachte noch keine Ergebnisse.
Alle fortschrittlichen Kräfte in Leipzig sind natürlich aufgefordert, sich diesem heimtückischen Anschlag (der - man kennt das - wohl als "Befreiungskampf der Unterdrückten" laufen soll) entschieden entgegenzustellen, um ein weiteres Vorrücken der menschenverachtenden und antizivilisatorischen Ideologie der P-Witzer Wahnsinnigen zu verhindern. Das Zentrum sichert dem befreundeten Connewitz seine volle Unterstützung (militärisch, logistisch, finanziell) zu. Ein Sprecher der Antipla-Untergruppe Z.A.H.M. (Zentrum Antipla Heisst Militanz) äusserte sich dazu folgendermassen: "Grrrrrr!!!!!".
Wenn auch natürlich ein Sieg der Plagwitzer Horden absolut ausgeschlossen ist, könnte ein AntiPlagwitzistisches Koordinierungstreffen in der nächsten Woche die Ausgangssituation vor der Auseinandersetzung entschieden verbessern, um mögliche Verluste auf nicht-Plagwitzer Seite so gering wie möglich zu halten...

2006-04-14

brumm brumm

An einem der höchsten Feiertage der KFZ-Freunde, dem Carfreitag, präsentiert der verfolgerrevolver in Kooperation mit dem ADAC heute tolle Bilder von heissen Boliden.
Zum Ausschneiden und ins Autobilderalbum einkleben.




2006-04-13

krude theorien kurz zitiert 04/06

"Ich verstehe meine Anmerkungen nicht." (Prof. Dr. Helena Flam)

2006-04-12

textcheck 02/06 [lieder, die die namen real existierender personen besingen]

Heute:
Turbostaat - Wieso Herbst?

Fuck Winter so`n Scheiss
und die Sonne war nur draufgeklebt
und die Wärme purer Wille sogar am Abend
Fuck Winter so`n Scheiss !
und die Sonne nur draufgeklebt
und Krabben geh`n an land
nur der Wind weht stark wie wir es waren
Hörst du die Stimmen aus der Ferne ?
Hörst du ein Lächeln in dir selbst ?
Alles war so komisch
so einfach blöd gefärbt ...
FUCK WINTER !
ohne Schnee so scheiße kalt
und dein Mantel hängt wie immer
zuhaus am Haken
Hörst du die Leute draußen johlen ?
du Bunker wirst nie brennen
Hörst du die Züge wieder rollen ?
in dieser scheiß Dezembernacht ...
Alles gut, weil du ein Bunker bist,
weil du stirbst wenn du reden schwingst !
Fuck Winter - weil du ein Arschloch bist !

ähä

- Flyer, der: Veranstaltungsankündigung, tritt meistens im Rudel auf. Lebt zusammengefaltet in Arschtaschen. Häufig als Filterlieferant oder Mischunterlage missbraucht. Hier zwei aktuelle Exemplare in digitaler Form:



Ansonsten...NachtzumTagemachen, Unischwänzen, Unigehen, TagzurNachtmachen, Emoshoch, Prost, Emosrunter, MusikMusikMusik, NachtzumTagemachen, Prost, Netzjunkerei, ähä, Prost, Mehrwertproduzieren, MusikMusikMusik und letzte Nacht wieder den geballten Charme des Lazy-Dog-Crust-Punk-Hot-Dog-Verkäufers zu spüren bekommen. Unter Anderem: "Aaah, die Turbostaat-Jugendlichen wollen noch Hot Dogs fressen, häh?" oder auch "Na komm, hier haste noch'n Poster, kannste Dir 10 Cent bei eBay verdienen!" Schlechte Laune als Lebensinhalt is halt voll real...

Übrigens steht es seit Ewigkeiten zwischen Kraki und NaziPanse 7:7 Unentschieden - da wird wohl ein alles entscheidender FreeFight auf Leben und Tod nötig...

2006-04-09

held der woche 14/06

Captain J.T. Spaulding in "Haus der 1000 Leichen" und "The Devil's Rejects"

"I'm gonna have to be taking your car today. See I have some top secret clown business that supersedes any plans that you might have for this here vehicle."

2006-04-08

worchtspiele














Da uns hier in Leipzig in absehbarer Zukunft wieder hoher Besuch von Berufsdemonstrant Christian Worch (der inzestiöse Zorro-Look-A-Like hinter dem Bauch, Tel.:
040 - 633 11 027) bevorsteht, möchte der verfolgerrevolver ihm zu Ehren ein neues Projekt starten:
Den grossen Worch-Verherrlichungs-Wettbewerb.
Alle kreativen Köpfe sind aufgerufen, sich zu beteiligen, mit Lobpreisungen, Gedichten, Oden, gerne auch Lied- oder gar Videobeiträgen. Vorab schonmal einige Vorschläge:

"Worchtzuunrechtwirdwirdwiderstandzurpflicht"

"Die Kinder brachte stets der Storch,
eins stürzte ab - und das hiess Worch"

"Könnte ich mir mal kurz ihre hinterwäldlerische Ideologie ausworchen?"

2006-04-07

sportplatz 02/06

Beim Fussball kommt ja sympathischerweise oftmals zusammen, was zusammengehört: BILD und Ballermann, Unterschichtenspectaculum und Waldi Hartmann und jetzt neuerdings auch: Glatze (wahlweise geschoren oder aufgrund der Zugehörigkeit zur Tätergeneration - gerne auch Scheitel) und Turban. Im antisemitischen Schulterschlussreflex will die NPD Sachsen am 21. Juni in Leipzig die Kicker des Iran begrüssen ("Wir freuen uns auf den Iran"). Na das dürfte ja ein festliches Ereignis werden, wenn die Mullah-11 beim Aus-dem-Bus-glotzen hier zuerst Holger Apfel und seine stolzdeutschen Parteizombies erblickt, wie diese auf ULTRAS IRAN und sich selbst mal wieder zum Affen machen.
Und vielleicht wird es den Iranern mit Blick in die Zukunft doch auch ein wenig mulmig, wenn es von allen Seiten Richtung NPD tönt: "Ihr habt den Krieg verlor'n, ihr habt den Krieg verlor'n..."

2006-04-05

be there or be square

Der verfolgerrevolver ist jetzt um ca.134% interaktiver! Rechts in der Spalte unter "agenda" gibts den - zugegeben ziemlich hässlichen - VerfolgerKalender mit Funktion zum Selbereintragen für Eure Jugendparty, das geheime Konzert Eurer R.A.C.-Combo oder die Lesung aus Euren geheimen Teenager-Tagebüchern. Und das alles in deutscher Gründlichkeit sortiert nach verschiedenen Kategorien! Der Wahnsinn...

2006-04-04

uniquark 01/06

Habe heute anlässlich des Semesterbeginns mal wieder ausgetestet, wie es so ist, den Tag vor 11:00 zu beginnen. Es ist vor allem ganz schön früh.
9:15 Uhr: "Die Universität Leipzig in den Umbrüchen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts" bei Prof. Dr. von Hehl. Kann mich dunkel erinnern, vor einigen Semestern von Hehls Vorlesung zur Weimarer Republik wegen einiger seiner Ansichten wutschnaubend verlassen und aus dem Stundenplan gestrichen zu haben, also hält mich die Aufmerksamkeit auf der Suche nach Stoff zum Aufregen zunächst wach. Aber grosse Überraschung: von Hehl meckert immer wieder über die Deutschtümelei an der Uni am Ende der Weimarer Republik und so falle ich angenehm eingelullt fast zurück in den unverdienten Schlaf. Dann allerdings immer wieder jähes Aufschrecken durch einige Entgleisungen, die halt doch immer wieder durchrutschen. Da wird die Jammerei der Arbeitslosen heutzutage bemängelt - schliesslich ging es damals den Arbeitslosen ja noch viel schlechter - und vom "Zusammenbruchsjahr 1945" (mit einem Friedensschluss, der ja noch viel schlimmer war als der von 1918) geschwafelt. Und kurz nachdem sich über die schlechte Finanzsituation der Uni (Zitat: "Die zweitälteste Universität im Reich....ääh...Deutschland") beschwert wird, wünscht sich Herr von Hehl, daß bei Universitätsfeierlichkeiten wieder fellgeschmückte Talare getragen werden. Der Schlaf holt mich wieder ein und da erscheint mir auf einmal Van Hehlsing, der Kommunistenjäger, der zwar auch nach rechts ordentlich austeilt, aber doch am liebsten den Bolschewiken seinen Holzpflock ins rote Herz rammen möchte. Heute erwischt es Graf Schrödula, der - als Anführer der "sogenannten 68er" identifiziert - vor den eifrig nickenden weissen Häuptern der Seniorenstudenten mit sprachlichen Silberkugeln erlegt wird. Gruselgrusel, ich komme zu mir und schon sind anderthalb Stunden rum.
Gleich danach aber eine Überraschung, die sich nicht zum Albtraum entwickelt: Es gibt wohl doch Mittelalterdozenten, die so gar nicht in mein sogfältig aufgebautes Feindbild vom humorlosen, studentenfressenden Mediävisten passen. Prof. Dr. Bünz schreibt für Literaturhinweise die Namen seiner Kollegen der Wichtigkeit nach in verschiedener Schriftgrösse an die Tafel, gibt Bonmots von Österreichischen Grabsteinen zum Besten ("Hier liegt der Küster Krug - der Orgel, Frau und Kinder schlug") und zeigt, dass mittelalterliche Geschichte nicht zwangsläufig so düster präsentiert werden muss wie der Ruf ist, der dieser Epoche vorauseilt.

Ansonsten: Mensa, Titanic lesen, Kaffee trinken und dann weiter sehen...