fachzeitschrift für dings und gegen kaffeetalismus

2005-10-31

- diese seele ist wegen renovierungsarbeiten vorrübergehend geschlossen -

2005-10-30

-

Wenn wir
keine Angst hätten
könnte
uns nichts mehr passieren.

2005-10-27

O tempora, o mores!


Und wieder einmal hat Schland zwei seiner Söhne ein wunderbares Geschenk gemacht! Weiss garnicht, was immer alle für ein Aufhebens um dieses Latinum machen...man muss nur relativ früh aufstehen und heil am Regionalschulamt ankommen. Dann ein wenig durch die Gänge geirrt, ein Autogramm gegeben und schwuppdiwupp - hat mans auch schon in den Griffeln. Wenn das der olle Humboldt gewusst hätte, wie das 170 Jahre nach seinem Ableben so läuft! Das Latinum, diese herrliche Bastion humanistischer Bildung! So und nun isses da, sagt keinen Ton und möchte weder ne Kippe noch nen Kaffee. Macht einen auf pflegeleicht in seiner abwischbaren Klarsichthülle. Ein bisschen unhandlich ist es ja schon in seinem DIN-A4-Format - nichts zum Rumtragen und unterwegs protzen, z.B. bei der Fahrscheinkontrolle in der Strassenbahn, nein das ist eher was für die private Profilierung. Schön eingerahmt sollte es im Jugendzimmer hängen - als Warnung für etwaige Besucher, oder auch als kleiner Hingucker neben dem Plakat von Eisenpimmel.
Es sollte mehr Zertifikate geben. "Kann mit Messer und Gabel essen" oder "Stubenrein". Noch ein Stempel, noch ein Stempel. Eintüten. Abheften. Vorlegen. Beglaubigte Kopien. Einrahmen. Nachweis liegt bei!

2005-10-26

know your enemy 01/05

Nach umfangreicher Analyse, Literaturrecherche sowie ausgedehnten Selbstversuchen ist nun ein Feind der Freiheit erster Kajüte identifiziert: Die Fußgängerampel. Nicht nur colorell [tm] längst überholt (rot-grün! das war einmal, Genossen!), gehört dieses Folterinstrument für jeden notorischen Zu-Spät-Kommer, Regenschirmvergesser und freiheitsliebenden Latscher generell ein-für-allemal auf die Müllkippe der STVO. Hier wird Repression nicht subtil durch die Hintertür betrieben wie z.B. bei Kameras im öffentlichen Raum, sondern aggressiv in den Rhythmus des Fussgängers eingegriffen, um auch ihn dem Stampfen der Maschine einzuverleiben. Die Überwindung dieser Mechanismen wirkt Wunder und öffnet den Kopf zu neuen Höhenflügen. Probieren Sie es doch selbst einmal: Kaum hat man Ampeln 2-3mal bei "rot" überquert, schon denkt man daran, daß sich auf dieser Kreuzung eine schöne Barrikade errichten und anzünden liesse, oder welche politische Einrichtung man nicht mal besetzen sollte. Die Mehrheit der Bürger Schlands scheint einem auch beizupflichten, des öfteren sind spontane Begeisterungsäusserungen (Tippen an die stirn = "Du Hast Köpfchen Junge!"; Kopfschütteln = "Warum bin ich nicht darauf gekommen?") zu erleben. Wenn man rote Ampeln nicht als Anweisung, sondern eher als Vorschlag ansieht, trägt dies nicht nur zur Bildung freiheitlicher Gedanken bei, sondern auch zur Verbesserung der körperlichen Kondition und auf Seite der Autofahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit beim Slalomfahren. In diesem Sinne - Fussgängerampeln zu Discolichtern!

out for fame

Habe heute folgendes Schreiben aus Berlin erhalten:
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Sehr geehrter Herr xxxxxx,
Während der Koalitionsverhandlungen gelangten wir nach Abhandlung der Tagesordnungspunkte "Einsatz der Bundeswehr im Inneren bei unangemeldeten Grillfesten" und "Angie, setz ma neuen Kaffee auf!" zum Thema "Das Internet - Basisdemokratischer Tummelplatz für Selbstdarsteller und Provokateure". Dabei fiel auf, daß da noch gewisse Defizite bestehen. Somit erteilt die künftige BundesreGIERung Ihnen den blog-auftrag. Sie sind ab jetzt persönlich dafür verantwortlich, zur politischen und kulturellen Meinungsbildung unserer schöner Bürger in unserem schönen Land beizutragen. Unser zukünftiger jugendlicher Trend-Minister Herr S. hat Ihnen dafür unter der Adresse "http://verfolgerrevolver.blogspot.com" eine multimediale Plattform eingerichtet.
Nun aber ran an die Buletten, mit freundlichem Gruss, blablabla,
Ihre zukünftige Bundesregierung
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Naja, damit hab ich wohl keine Wahl mehr, und starte unter dem Motto: "Auch Ich bin Schland" diesen Blog.
Und damit die Zeit, dies zu Lesen, nicht vollkommen umsonst war, hier noch ein netter Link:
Völkergedichte, verfasst und gelesen von Thomas Gsella

Der Krampf geht weiter, Genossen, auf bald!